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Steuerskandal Credit Suisse
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf will klären, ob Mitarbeiter der Bank an Steuerhinterziehung beteiligt sind. Haben die Mitarbeiter der Großbank Credit Suisse Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet? Um diese Frage zu klären haben rund 1500 Bankkunden, allesamt Steuersünder, nun Post von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf bekommen. Sie sollen einen Zeugen-Fragebogen ausfüllen.
In dem Fragebogen wollen die Ermittler von den Kunden wissen, wie ihre Geldanlage bei der Credit Suisse zustande gekommen ist und welche Bankmitarbeiter ihnen dabei behilflich waren.
Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft teilte mit, dass durch die Befragung die Umstände geklärt werden sollen, unter denen die Geldanlagen bei der Credit Suisse zustandegekommen seien. Außerdem solle ermittelt werden, wer vonseiten der Bank an den Engagements beteiligt war. „Die Kunden sind als Zeugen um Auskunft gebeten worden, sind also verpflichtet, Angaben zu machen“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Alle angeschriebenen Kunden hätten bei der Finanzverwaltung zuvor Selbstanzeige erstattet.
Auslöser der Ermittlungen sind die illegal beschafften Daten über Steuerbetrüger auf einer CD, die das Land Nordrhein-Westfalen vor Monaten gekauft hatte. Bereits nach der ersten Auswertung der Daten hatten die Steuerfahnder den Verdacht geäußert, dass die Credit Suisse viele Jahre Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet habe. Eine sehr erfahrene Steuerfahndergruppe wird sich sehr intensiv mit dem Fall Credit Suisse beschäftigen, davon ist schon heute auszugehen.
Bereits in den letzten Monaten wurden alle Straf- und Bußgeldstellen der Finanzbehörden in den 16 Bundesländern aufgefordert, Namen und Anschriften von Credit-Suisse-Kunden mitzuteilen, die Selbstanzeige erstattet hätten. Bisher haben noch nicht alle Behörden geantwortet. Daher ist davon auszugehen, dass weitere Namen bekannt und weitere Fragebögen verschickt werden. Ebenso werden die Kunden, deren Daten auf der Steuer-CD zu finden sind, zu eventuellen Beihilfeaktionen befragt. Sie haben allerdings als Beschuldigte ein Schweigerecht. Dies gilt allerdings für Selbstanzeiger, die straffrei bleiben, nicht.
Die Ermittler wurden bereits vielfach auf die Verlagerung des schwarzen Vermögens in Lebensversicherungen durch Kunden hingewiesen. Mit Hilfe eines Durchsuchungsbeschlusses geht die Staatsanwaltschaft diesen Hinweisen nachhaltig auf den Grund. 13 Filialen der Credit Suisse wurden inzwischen überprüft. Die Fahnder sind in Sachen Lebensversicherung fündig geworden. Jetzt wird geprüft, ob die Kunden – anders als bei normalen Lebensversicherungen – Einfluss auf die Vermögensinvestitionen und Zugriff auf das Geld hatten.

